Ich denke nicht, dass es übertrieben ist zu sagen, dieses Seminar gehört mit zu den Höhepunkten meines bisherigen Studiums an der Uni Ulm. Ein einfaches Seminar haben die Jungs vom
Institut für Medieninformatik zu einer vollständig konferenzähnlichen Veranstaltung aufgebohrt – und es hat sich für alle gelohnt. Die
Seminarthemen orientierten sich an aktuellen Forschungstrends aus dem Bereich der Medieninformatik und insbesondere aus den Bereichen des Ubiquitous Computings. Allerdings waren die Themen allgemein genug, um mehr als nur punktuelle Forschungsergebnisse anderer zu beschreiben. Vielmehr bot jeder einzelne Vortrag einen guten Einblick in den jeweiligen Themenkomplex ohne all zu spezifisch für die anderen Teilnehmer zu werden. Dies sorgte insbesondere für rege Diskussionen am Ende jeden Vortrags. Die vier Sessions teilten sich in die Bereiche
Ubiquitous Computing,
Devices and Games,
Networking Trends sowie
Social Computing ein.
Verschiedene Beiträge werden in Kürze auf
IOException vorgestellt.
Doch der Ablauf unterschied sich von dem üblichen Abläufen: Ausarbeitung schreiben, Überarbeitung mit einem Betreuer, Powerpoint Folien erstellen und letztendlich die typischen Präsentationen.
Zunächst wurden wir dazu motiviert, unsere Paper auf Englisch zu verfassen. Der Review-Prozess wurde um ein Peer-Reviewing erweitert, bei dem die Teilnehmer Arbeiten anderer mitbegutachteten. Bei den Vorträgen legten die Betreuer Wert auf ansprechende Präsentationen abseits von Powerpoint und Bullet Points.
Dieser Mehraufwand wurde letztendlich mit einem wirklich sehr konferenznahen Blockseminar
belohnt. Es gab Badges für alle Teilnehmer, gedruckte(!) 130-seitige Proceedings mit allen Papern und sogar zwei Keynotes Speeches – darunter ein
Forscher aus den Niederlanden

Selbst ein Social Event am Ende hat es gegeben, es war echt noch nett im Barfüsser!
Nochmal großes Lob an Boto, Stefan, Flo, Elmar, Basti und Björn für die besondere Betreuung des Seminars!
Und irgendwie hat dieses Seminar Lust auf mehr gemacht – kurze und interessante Vorträge, die einen Blick über den Tellerrand ermöglichen, gerne auch noch interdisziplinärer. Mal sehen, ob wir da noch etwas weiteres auf die Reihe bekommen.